Rückschlag für SVG

Fritzlar. Am Ende verpuffte auch der letzte Impuls wirkungslos. Als Fritzlars Torhüterin Vanessa Maier beim Stand von 20:21 (59.) erst einen Siebenmeter und dann auch den Nachwurf der Mainzerin Julia Veeck parierte, hätte der heimische Handball-Drittligist die Partie gegen die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim drehen können. Doch die Domstädterinnen ließen auch diese Chance ungenutzt, während im Gegenzug Kreisläuferin Michelle Chwalek zum 22:20 (12:11)-Endstand traf.

Auf und davon: Fritzlars Xenia Ahrend (am Ball) lässt in dieser Szene die Mainzerin Michelle Chwalek stehen und erzielt einen ihrer drei Treffer. Foto: Hahn

„Wir haben verdient gewonnen. Fritzlar ist mit unserer offensiven Abwehr nicht zurecht gekommen“, freute sich Gäste-Trainer Christian Grezelachowski. Viktoria Marquardt hingegen war von ihrer Mannschaft enttäuscht. „Wenn man nur 20 Tore wirft, kann man kein Spiel gewinnen. Unsere Aufstiegsträume sind nicht realisierbar.“ Die Fritzlarer Übungsleiterin zeigte sich allerdings auch selbstkritisch. „Ich nehme die Niederlage auf meine Kappe. Es war falsch, Franziska Chmurski draußen zu lassen.“ Die SVG-Spielmacherin gehörte aus disziplinarischen Gründen gegen Mainz nicht zum Kader und hätte dem harmlosen Angriff sicher mehr Kreativität verleihen können.

Denn die Partie verlor Fritzlar in der Offensive. „Wir haben ohne Emotionen gespielt. Im Angriff hat uns die Geschwindigkeit gefehlt“, bekannte Marquardt. Zu Beginn sorgten Xenia Ahrend und Esther Meyfarth für Torgefahr, dann aber unterliefen den Domstädterinnen einfache technische Fehler, die der Gast per Gegenstoß bestrafte. Aus dem Rückraum kam zu wenig Druck, vor allem Vilte Duknauskaite und Melina Horn blieben blass.

Erst nach der Pause zogen die Gäste – angetrieben von der überragenden Regisseurin Katharina Mack – auf 17:13 (39.) davon. „Uns hat solch eine Spielerin gefehlt, die Verantwortung übernimmt“, bemängelte Marquardt.

Die Germania kam zurück und war nach einem Doppelschlag von Linksaußen Lena Dietrich beim 17:18 (47.) wieder dran. In der Schlussphase war es die Halblinke Maria Kiwa, die mit zwei Toren aus dem Rückraum noch einmal Hoffnungen auf einen Punktgewinn schürte. Bevor die SVG-Handballerinnen nach Maiers Doppelparade auch die letzte Möglichkeit zur Wende ungenutzt verstreichen ließen. • Fritzlar; Maier (1.-43., und bei einem Siebenmeter, 11 Paraden/17 Gegentore), Gürbig (43.-60., und bei zwei Siebenmetern, 6/5) - Dietrich 2, Holeczy, Huck 4/4, Ahrend 3, Puntschuh 2, Lorenz, Horn 2, Kerwin, Meyfarth 4, Duknauskaite 1, Dreyer, Kiwa 2. Mainz: Gerken, Schlesinger (1.-60., 14/20) - Schmitt 1, Veeck 2/2, Mack 9/4, Bach 4, Dold 2, Dankwardt, Chwalek 2, Dingeldein 2, Kahnert, Kleinjung. SR: Cesnik/Konrad (Gummersbach). Zuschauer: 200. Siebenmeter: 4/5:6/8. Zeitstrafen: 2:2 Minuten.

Von Marcel Glaser hna.de 26.11.2017

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