Bangen um Meyfarth

Fritzlar. Die desaströse Leistung in der zweiten Hälfte bei der TSG Ober-Eschbach/Vortaunus beschäftigt die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar noch immer. „Das war die schlechteste Halbzeit, die ich mit Fritzlar gespielt habe“, sagt Linkshänderin Melina Horn: „Wir sind wieder in alte Muster verfallen und haben so gar nicht gezeigt, was wir uns vorgenommen haben.“ Gegen den Tabellenvorletzten TuS Kriftel (So., 17 Uhr, KHS-Sporthalle) muss die Germania unbedingt in die Erfolgsspur zurückkehren.

Hiergeblieben: Auf die Qualitäten von SVG-Torjägerin Melina Horn (am Ball) baut die Germania auch gegen Kriftel. Foto: Hahn

„Wir haben etwas gutzumachen“, weiß auch SVG-Übungsleiter Lucky Cojocar: „Aber Sportler haben das Glück, sich jede Woche beweisen zu müssen.“ Der 47-Jährige hat die 23:29-Pleite der vergangenen Woche in Gesprächen mit den Spielerinnen aufgearbeitet. „Wir wissen, was wir besser machen müssen“, sagt der A-Lizenz-Inhaber. Und meint damit vor allem, die Fehler im Angriff und insbesondere beim Torabschluss zu minimieren und in der Offensive mehr Durchschlagskraft zu entwickeln. Offen ist dabei der Einsatz von Spielmacherin Esther Meyfarth, die sich gegen Ober-Eschbach eine Sprunggelenkverletzung zugezogen hatte.

Schwache Offensive

Wenn die Germania mit der besten Defensive der 3. Liga auf den schwächsten Angriff der Klasse (Kriftel erzielt im Schnitt gerade einmal 19 Tore pro Partie) trifft, sind die Rollen klar verteilt. Beim 31:14-Sieg der Germania im Hinspiel unterschritt das Team von Trainer Christian Albat diese Marke sogar deutlich.

Dennoch warnt Horn davor, den Gegner zu unterschätzen: „Kriftel gibt sich nie auf“, erklärt die Linkshänderin: „Wir dürfen nicht nachlassen und müssen immer 100 Prozent geben.“ Ähnlich sieht das auch SVG-Coach Cojocar. „Die Mannschaft spielt schon ziemlich lange zusammen und ist im kollektiv recht gut besetzt“, erklärt der frühere rumänische Nationalspieler. Einzig Jacqueline von Moltke im linken Rückraum ragt mit bisher 63 Saisontoren etwas heraus. Die Gäste sind durchaus in der Lage Top-Teams Paroli zu bieten, wie sie zuletzt beim 22:22 gegen Ober-Eschbach unter Beweis gestellt haben.

„Wir müssen hellwach sein“, stellt Horn daher klar. Ihr Trainer hat dazu noch einen Wunsch. Nämlich den Kopf freizubekommen. „Wir müssen locker bleiben, uns für unsere Erfolge in der Abwehr belohnen und Spaß am Spiel haben“, sagt der Fritzlarer Coach. Dann dürfte es auch mit dem zehnten Saisonsieg klappen, bevor der Germania dann mit der SG Kleenheim in zwei Wochen der nächste Hit bevorsteht. (mgx)

hna.de // 15.02.2018

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich als User registrieren und eingeloggt sein.

Suche

Wer ist online

Keine registrierten Benutzer online
Gäste: 9

Germania Express

Saisonheft 17/18

Unterstützer



























Zum Anfang