Fritzlar setzt sich mit 26:25 gegen Kleenheim durch

Fritzlar. Die SVG Fritzlar gewinnt das Verfolgerduell gegen die HSG Kleenheim in der 3. Handball-Liga Ost knapp. Auch dank einer starken Torhüterleistung.

Nicht zu halten: Fritzlars Linksaußen Lena Dietrich (r.), die hier einen ihrer fünf Treffer erzielt. Tamara Heinzelmann (HSG) kann nicht mehr eingreifen. © Hahn

Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Und Germania Fritzlar wackelte, spätestens nachdem Kleenheims Kreisläuferin Wagner auf 25:24 (49.) verkürzt hatte und damit die zwischenzeitliche Dominanz der Gastgeberinnen Geschichte war. Doch dann trat Torfrau Vanessa Maier auf den Plan und half ihrem im Angriff auf einmal lahmenden Team aus der Patsche. Nagelte ihren Kasten (so gut wie) zu, kassierte in den letzten elf Minuten nur noch einen Treffer. Und avancierte mit 16 Paraden nach dem Wechsel laut Constantin Cojocar, dem Trainer des heimischen Handball-Drittligisten, zur „Matchwinnerin“ beim heiß umkämpften 26:25 (15:14)-Erfolg im Verfolgerduell gegen die HSG.

Dabei hatte sich die 24-Jährige zur Halbzeit noch über sich selbst geärgert: „Da sind mir einige haltbare Bälle durchgerutscht.“ In der zweiten nicht mehr. Wie sich überhaupt die gesamte Mannschaft steigern konnte. Besonders in der Abwehr, „was es mir natürlich leichter gemacht hat, die wichtigen Bälle zu halten“ (Maier). Da wurde laut Anweisung des SVG-Coaches „die Mitte verdichtet“ und so der zuvor noch überragenden Nina Hess der Zahn gezogen. Da durften die Kleenheimerinnen von den Halbpositionen durchaus mal werfen – zumeist ohne an der Fritzlarer Torfrau vorbei zu kommen.

Und da kam der Tempogegenstoß-Express über die wieselflinke Linksaußen Dietrich endgültig auf Touren. Außerdem nutzten die Fritzlarerinnen im Positionsangriff die sich bietenden Räume, nachdem der Gast auf eine 5:1-Deckung umgestellt hatte. Die Folge: Ein 4:0-Lauf nach Toren von Hannah Puntschuh, Esther Meyfarth, Janina Dreyer und Lena Dietrich bescherte dem Tabellendritten eine 21:17-Führung (40.). Ein kurzes Vergnügen, das mit Meyfarths Zwangspause (45. bis 49.) nach schmerzhaftem Bodenkontakt beendet war.

Ohne die Spielmacherin riss der Faden im Angriffsspiel, das zuvor durchaus überzeugen konnte. Und wieder mit ihr blieb er gerissen. „Wir haben zu viele technische Fehler gemacht“, stellte Constantin Cojocar treffend fest. Versuchte durch eine Auszeit beruhigend einzuwirken, brachte mit Maria Kiwa eine „frische“ Rückraumspielerin. Vergeblich. Aber dank Vanessa Maier kein Beinbruch. Die riss die 400 Zuschauer endgültig zu Ovationen hin, als sie bei Kleenheimer Überzahl zwei Minuten vor Schluss Katharina Wagner und Elena Schuch zwei freie Bälle wegnahm – es wäre der Ausgleich gewesen. „Wir haben uns selbst geschlagen“, klagte HSG-Trainerin Sina Katharina Rühl. Gemeint war aber wohl, dass der Zweitliga-Absteiger an der gegnerischen Torfrau gescheitert war. • Fritzlar: Maier (22 Paraden/25 Gegentore), Gürbig (n.e.); Dietrich 5, Holeczy, Huck 3, Ahrend 2, Puntschuh 3, Horn 2, Kerwin, Meyfarth 7/4, Duknauskaite 3, Dreyer 1, Kiwa. Kleenheim: Mack (10/24), Jetishi (ab 46., 3/2); Hess 6, Schuch, Schorradt 5/2, Heinzelmann, vom Hagen 1, Fischer, Kiethe 1, Wagner 4, Nau 2, Winkes 5. SR: Hanker/Klimmesch. Z: 400. Zeitstrafen: 4:2-Min. Siebenmeter: 5/2:4/2.
hna.de // 04.03.2018 // Ralf Ohm // Foto: Hahn

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